
Fünf Unternehmen durften sich am 1. Juni 2026 über eine ganz besondere Auszeichnung freuen. Zum 30. Mal verlieh der Verein sprungbrett den „amaZone-Award“ an Betriebe, die junge Frauen in Handwerk und Technik ausbilden und sich in stark männerdominierten Branchen für Chancengerechtigkeit einsetzen.
Verena Wiesinger, Landesvorsitzende Frau in der Wirtschaft, übergab den Preis in der Kategorie „Kleinstunternehmen“ an den Tischlerbetrieb Effenberg. In dem kleinen Familienunternehmen, der sich auf individuelle, maßgenschneiderte Möbelerzeugung spezialisiert hat, befinden sich unter den aktuell fünf Beschäftigten vier Frauen bzw. TIN*-Personen. Österreichweit liegt der Frauenanteil im Beruf der Tischler:in bei nur 17,7%.

Renate Anderl, Präsidentin der AK Wien und der Bundes-AK, überreichte die amaZone-Statue in der Kategorie „Kleinbetriebe“ an Liebert Elektrotechnik. Das familiengeführte Unternehmen bildet aktuell zwei Lehrlinge aus, darunter einen weiblichen Lehrling im Beruf „Elektrotechnik – Elektro- und Gebäudetechnik“. Hier ist der Frauenanteil österreichweit besonders niedrig und liegt bei nur 4,8%.

In der Kategorie „Mittelunternehmen“ übergab Marko Miloradović, Geschäftsführer des waff, die amaZone an das Volkstheater Wien, eines der größten Schauspielhäuser Österreichs. Hinter den Kulissen wird hier seit über 20 Jahren in einer Vielzahl technischer und handwerklicher Berufe ausgebildet – von Veranstaltungstechnik über Metallbearbeitung bis hin zu Schneiderei und Maskenbildnerei.

Johannes Höhrhan, Geschäftsführer der IV Wien, durfte in der Kategorie „Großunternehmen“ Siemens Energy Austria auszeichnen. Das Unternehmen ist in der Energie- und Anlagentechnik tätig und bildet an seinem Standort in Wien aktuell 24 Lehrlinge (darunter 4 Frauen*) im Lehrberuf „Elektrotechniker:in – Energietechnik“ aus. Auch hier ist der Frauenanteil österreichweit sehr gering und liegt bei nur 14,6%.

In der Kategorie „öffentliche und öffentlichkeitsnahe Unternehmen“ überreichte Stadträtin Elke Hanel-Torsch den Preis an Wien Energie, die mit ihrem hohen Frauenanteil von 40 Prozent in den technischen Lehrberufen überzeugte. Mit über 2.800 Mitarbeiter:innen ist Wien Energie der größte regionale Energiedienstleister Österreichs. Aktuell werden 134 Lehrlinge in 7 verschiedenen Berufen ausgebildet.

hielt fest, dass in Wien – der „Stadt der Frauen“ – Mädchen und Buben selbstverständlich dieselben Türen offenstehen müssen. „Überholte Klischees und Rollenbilder dürfen bei der Berufswahl keine Rolle spielen. Gerade in den technischen Berufen sind Mädchen noch immer unterrepräsentiert. Genau um das aufzubrechen, braucht es Pionierinnen, die zeigen, dass man sich jeden Berufstraum erfüllen kann.“
freute sich, dem amaZone-Award zum 30jährigen Jubiläum gratulieren zu dürfen. „Seit 30 Jahren bestärkt der amaZone-Award junge Frauen darin, ihren Weg in handwerklich/technische Berufe zu gehen. Mit dem Verein sprungbrett haben die jungen Frauen Expert:innen an ihrer Seite, die sie dabei unterstützen und begleiten, die ihnen zuhören und sie ernstnehmen, sie haben unglaublich viel Kraft und Power an ihrer Seite.“
fasste zusammen, dass sich seit der ersten Verleihung des amaZone-Awards vor 30 Jahren vieles positiv verändert habe. „Der amaZone-Award ist von wenigen Bewerbungen in den 1990er Jahren auf über 70 Einreichungen gewachsen. Viele Unternehmen bemühen sich heute, junge Frauen* für ihre technische Lehrausbildung zu gewinnen. Jetzt heißt es umso mehr: dran bleiben! Und zwar so lange, bis junge Menschen ihren Beruf nur mehr nach ihren Interessen auswählen, nicht mehr nach ihrem Geschlecht.“
hielt in ihren Schlussworten fest, dass es noch viel mehr Frauen in Handwerk und Technik brauche. „Das Potential junger Frauen ist viel zu wertvoll, um es ungenützt zu lassen. Und es braucht Unternehmen, die jungen Frauen Chancen geben, sie für eine selbstbestimmte Zukunft ausbilden. Gleichstellung am Arbeitsmarkt ist kein ‚nice to have‘, sie ist unverzichtbar. Und dafür setzt sich sprungbrett seit 30 Jahren unermüdlich ein.“
































Wir bedanken uns bei allen Unternehmen, die mitgemacht haben! Vielen Dank an die Laudator:innen und Expert:innen auf der Bühne, bei unseren Kooperationspartner:innen und vor allem bei den jungen Frauen*, die uns unglaublich inspirieren.
Wir gratulieren den Siegerbetrieben ganz herzlich!
Fotos: © Astrid Knie
